Samstag, 16. April 2016

Durius aus Ulm

Nachdem unser Armeeführer die Beantwortung unserer Fragen sträflich lange herauszögerte, haben wir es ihm heimgezahlt, indem wir die Veröffentlichung seiner Antworten verzögerten. Nun aber ist er dran.

Johann: Wer und woher seid Ihr?

Durius: Mein Name ist Durius von Waldenburg. Ich wohne in Ulm, besitze dort einen Grundbesitz mit 2 Feldern, einer Schmiede und bin allein stehend. Mein eigentlicher Beruf ist es Armeeführer von Württemberg zu sein was wohl auch an meiner Familie liegt, die sich hauptsächlich im Militärwesen, sowohl in Württemberg als auch auf Reichsebene bewegt. 

Johann: Habt ihr immer schon dort gelebt, wo ihr jetzt lebt? Falls nein, wo habt ihr gelebt und warum seid ihr umgezogen? 

Durius: Seit beinahe 9 Jahren lebe ich in Ulm, der mittlerweile kleinen verschlafenen Stadt. Doch sie konnte damals rasch, sozusagen, mein Herz erobern. Da ich loyal und treu bin habe ich es auch nie in Erwägung gezogen umzuziehen. 

Johann: Wie verbringt Ihr Eure Zeit? 

Durius: Eine sowohl einfache als auch komplexe Frage. Als Armeeführer von Württemberg verbringe ich natürlich viel Zeit in der Kaserne. Dort arbeite ich ein breites Spektrum an Aufgaben ab, da ich mich sowohl um die Kaserne als auch um die Soldaten kümmern muss. Es ist eine sehr abwechslungsreiche Arbeit, doch erledigt ist sie nie wirklich, denn es gibt immer Neues zu entdecken und zu optimieren. Ansonsten findet man mich auch gelegentlich in der Taverne an, wo ich auch gerne ein Bier zu mir nehme, oder ich schwinge den Hammer in meiner Schmiede oder säe meine Felder. Also das was auch normale Bürger für gewöhnlich tun. Ein Leben zwischen dem Schlachtfeld und dem Weizenfeld also.  

Johann: Was ist das schöne an Eurem Heimatort, was stört oder fehlt? 

Durius: Ulm war schon immer eine schöne Stadt, doch sie durchlebte im Laufe der Zeit mehrere Wandel. Jeder Wandel brachte Veränderungen mit sich, ob es sich nun um neue Bürger und Personengruppen handelte, um neue Grünanlagen in der Stadt oder den Wall um die Stadt herum. Was Ulm ausmacht ist der Stolz sich Ulmer bezeichnen zu dürfen und da ist es egal wieviele Leute in der Stadt wohnen, Fakt ist, wir Ulmis halten zusammen. Natürlich kann man sich über mehr Bürger nicht beschweren...   

Johann: Habt ihr eine schöne Geschichte für uns? Etwas, an was ihr Euch immer erinnern werdet? 

Durius: Ich habe bestimmt eine schöne Geschichte für Euch, doch mir fällt im Moment keine ein. Vielleicht sollte ich Euch erzählen wie ich vor über 8 Jahren in die Armee kam? Die ist nicht schön aber besser als nichts...
Nun, es war ein langer Tag und ich junger Kerl saß im Wirtshaus, natürlich wie es zu dieser Zeit in Ulm üblich war, betrunken. Da kam ein Kerl an meinen Tisch, Natter hieß er, Leutnant Natter um genau zu sein und fragte mich ob ich Abenteuer erleben will. Ich müsse nur das (Wisch)blatt da unterschreiben...natürlich tat ich das in meiner Trunkenheit auch, hatte ja nichts zu verlieren, außer die Erinnerungen am nächsten Tag. Und so war es auch beinahe. Im Laufe der nächsten Woche erreichte mich dann ein Brief in dem stand, dass ich nun Rekrut sei. Na toll, der freche junge Kerl der ich einst war sollte Soldat werden? Ein langer Lernprozess machte mich dann zu dem was ich heute bin und ich bin stolz drauf diese Entwicklung durchlebt haben zu dürfen, auch wenn meine ehemaligen Vorgesetzten immer wieder mal Ärger mit mir hatten, aber das ist eine andere Geschichte und nein ich verrate sie Euch nicht!
 
 
 


Johann: Was gefällt Euch in Württemberg, was fehlt in Württemberg? 

Durius: An Württemberg gefällt mir vieles, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich habe mir darüber eigentlich nie wirklich Gedanken gemacht. Das verhält sich so ähnlich wie die Loyalität zu Ulm bei mir...ich bleib einfach da weils mir gefällt und mach mich breit, bin wohl zu faul aufzustehen und mich weg zu bewegen.
Nein im Ernst, ich weiß nicht obs wo anders besser wäre, außerdem wohnt doch die Familie hier, die kann ich doch auch nur schwer verlassen.
Was aber in Württemberg wirklich fehlt das sind Soldaten. Ich will natürlich keine Werbung für die Armee machen und das Qualitativ hochwertige Wischblatt ausnutzen.... aber Leute, ein Schwert in die eine Hand, ein Schild in die andere und ihr dürft Befehle von mir entgegen nehmen, na wie wärs?


Sobald ich einmal betrunken sein sollte wie eine Natter, werde ich Rosa zur Armee senden. Ihr habt mein Wort, bis dahin bedanke ich mich für eure Antworten.