Ist dir das gelungen bist du dem Ziel schon näher. Mit dem Knüppel einen Schlag gegen den Kopf und hernach ein gezielter Schnitt am Hals, schon kann das Tier ausbluten. Obacht aber: Die Flügel und Beine zucken wie bei einem Huhn, dem man den Kopf abgeschlagen hat. Daher halte man es gut fest, damit nicht der ganze Stall nach einem Schlachtfeld aussieht.
Zum Rupfen empfiehlt es sich mit heißem Wasserdampf zu arbeiten. Trotzdem ist es ein langwieriges und mühsames Tun. Die Federn und Daunen fliegen überall rum und man sieht selbst aus wie gerupft. Außerdem kitzelt es einem in der Nase. Man arbeitet immer in Federkielrichtung und das Brustkleid löst sich leicht. Die Schwingen und Schwanzfedern sitzen aber sehr fest. Sie muss man einzeln greifen und beherzt ziehen. Für die kleinen Federn an den Flügeln braucht man einfach Geduld. Aber raus müssen alle.
Bis zum Braten dauert es noch, denn nun müssen erst noch alle restliche Daunen abgebrannt werden. Im Anschluss dann die nackte Gans von der Asche säubern!
Zum Ausnehmen halte ein scharfes Messer bereit. Dann schneide am Halsansatz einen großen Schlitz, damit du Speise- und Luftröhre rausholen kannst. Das ist gar nicht so leicht. Man wickelt sie am besten um ein kleines Stück Holz und ziehe sie so heraus. Denn sie sind glipschig.
Die Gans nun unterhalb des Brustbeins aufschneiden, so holt man die Innereien raus. Magen, Leber und Herz gut abwaschen und aufpassen, dass die Galle nicht verletzt wird. Sie macht das Vieh bitter! Das Gute aber kommt in die Suppe.
Das Fett beim Braten auffangen und kalt werden lassen. Es kann später mit Liesen oder auch Schweinefett gemischt werden. Äpfel und Zwiebeln für die Grieben nicht vergessen! Das gibt schließlich den letzten Pfiff im Schmalz.
Der Gänsebraten kann zuletzt in den Ofen. Entweder man reicht frisches Brot zur reichhaltigen Soße oder gönnt sich den Klassiker: Rotkohl und Klöße.
Lass es dir wohlan munden - du hast es dir nach dieser Prozedur redlich verdient!


