Dienstag, 20. Oktober 2015

Long aus Stuttgart

Wo sonst, denn in Württembergs Hauptstadt, sind die schönsten Herrenhäuser zu finden? So ist es kein Wunder, dass auch die dazugehörigen Herrschaften gern in Stuttgart verweilen. Herr von Schenkenbach, Herzog, Graf und Ritter, tut dies und pendelt zwischen Schloss und Schmiede hin und her. Doch leset mehr:

Rosa: Wer und woher seid Ihr? 

Long: Ich bin Long von Schenkenbach, stolze 25 Jahre alt und habe zuerst in Stuttgart gewohnt. Vor einigen Monaten bin ich dann aber zu meiner Frau Constancia auf Schloss Dannenberg im Fürstentum Dannenberg umgezogen. Jedoch unterhalte ich in Stuttgart immer noch ein Herrenhaus, wo sich auch meine Schmiede befindet.

Rosa: Habt Ihr immer schon dort gelebt, wo Ihr jetzt lebt? Falls nein, wo habt Ihr vorher gelebt?

Long: Ursprünglich stamme ich aus dem beschaulichen Dorf Derekowe, welches hoch im Norden liegt. Nach einigen Schicksalsschlägen bin ich Anfang des Jahres 1461 nach Stuttgart gekommen um ein neues Leben anzufangen. Die Leute in Stuttgart sind herzensgut und so war es eine leichte Entscheidung mich dort niederzulassen. Dieses Jahr lernte ich dann auch noch zu meinen persönlichen Glück die Liebe meines Lebens kennen. Im Brachet haben Constancia und ich im Konstanzer Dom unsere Hochzeit gefeiert. Um ihr Nahe zu sein bin ich schließlich auch zu Ihr ins Schloss gezogen.

Rosa: Wie verbringt Ihr Eure Zeit?

Long: Dazu müsste ich wohl erstmal erwähnen, dass ich als Soldat in unserer hochgeschätzten Württemberger Armee diene. So bin ich den Hauptteil des Tages in der Kaserne beschäftigt. Dazu gehört das Ausbilden und Trainieren neuer Rekruten, mein eigenes Waffen-, Taktik-, Reit- und Geländetraining, das Führen der mir unterstellten Soldaten und eventuellen Auslandseinsätzen wie beim vorangegangenen Krieg mit Frankreich. Vor dem Kriegseinsatz war ich auch politisch tätig und half als Bürgermeister von Stuttgart aus und arbeitete im Württemberger Rat. An freien Tagen helfe ich auch gerne in meiner Schmiede aus. Die Arbeit am offenen Feuer und mit den Amboss ist selbstredend schwer. Aber man kann sich dabei in Stresssituation so richtig abreagieren und ablenken. Aktuell verbringe ich aber am allerliebsten meine ganze Zeit mit meiner Frau.

Rosa: Was ist das Schöne an Eurem Heimatort, was stört oder fehlt?

Long: Das schönste ist das in Stuttgart jeder willkommen ist und sich schnell heimisch fühlt. Daher habe ich auch immer noch mein Herrenhaus dort stehen und freue mich über jeden Aufenthalt.

Rosa: Habt Ihr eine schöne Geschichte für uns? Etwas, an was Ihr Euch immer erinnern werdet?

Long: Es gibt viele Geschichten und Erinnerungen... Die beste ist aber noch gar nicht mal so lange her. Es war meine eigene Hochzeit in Konstanz, die für immer unvergesslich bleiben wird. Die verantwortliche Diakonin Ricca_von_ibelin hatte sich dabei selbst übertroffen und mehr als nur einen Lebenstraum erfüllt.

Rosa: Was gefällt Euch in Württemberg, was fehlt in Württemberg?

Long: Das ist eine gute Frage, die man am besten mit einer Gegenfragte beantworten kann. Was macht eurer Ansicht nach diese Grafschaft aus? Meine Antwort darauf wäre die Bürger. Und meine bisherigen Tätigkeiten für Württemberg zeigen wohl am besten wie ich zu Ihnen stehe!

Menschen wie Ihr macht diese Grafschaft aus, verehrter Herr! Möget Ihr Euren Lebenstraum lange leben und Euren Lebensraum nie gänzlich von hier verlegen!