Rosa: Wer und woher seid Ihr? Long: Ich bin Long von Schenkenbach, stolze 25 Jahre alt und habe zuerst in Stuttgart gewohnt. Vor einigen Monaten bin ich dann aber zu meiner Frau Constancia auf Schloss Dannenberg im Fürstentum Dannenberg umgezogen. Jedoch unterhalte ich in Stuttgart immer noch ein Herrenhaus, wo sich auch meine Schmiede befindet.
Rosa: Habt Ihr immer schon dort gelebt, wo Ihr jetzt lebt? Falls nein, wo habt Ihr vorher gelebt?
Long: Ursprünglich stamme ich aus dem beschaulichen
Dorf Derekowe, welches hoch im Norden liegt. Nach einigen
Schicksalsschlägen bin ich Anfang des Jahres 1461 nach Stuttgart
gekommen um ein neues Leben anzufangen. Die Leute in Stuttgart sind
herzensgut und so war es eine leichte Entscheidung mich dort
niederzulassen. Dieses Jahr lernte ich dann auch noch zu meinen
persönlichen Glück die Liebe meines Lebens kennen. Im Brachet haben
Constancia und ich im Konstanzer Dom unsere Hochzeit gefeiert. Um ihr
Nahe zu sein bin ich schließlich auch zu Ihr ins Schloss gezogen.
Rosa: Wie verbringt Ihr Eure Zeit?
Long: Dazu müsste ich wohl erstmal erwähnen, dass ich als
Soldat in unserer hochgeschätzten Württemberger Armee diene. So bin ich
den Hauptteil des Tages in der Kaserne beschäftigt. Dazu gehört das
Ausbilden und Trainieren neuer Rekruten, mein eigenes Waffen-, Taktik-,
Reit- und Geländetraining, das Führen der mir unterstellten Soldaten und
eventuellen Auslandseinsätzen wie beim vorangegangenen Krieg mit
Frankreich. Vor dem Kriegseinsatz war ich auch politisch tätig und half
als Bürgermeister von Stuttgart aus und arbeitete im Württemberger Rat.
An freien Tagen helfe ich auch gerne in meiner Schmiede aus. Die Arbeit
am offenen Feuer und mit den Amboss ist selbstredend schwer. Aber man
kann sich dabei in Stresssituation so richtig abreagieren und ablenken.
Aktuell verbringe ich aber am allerliebsten meine ganze Zeit mit meiner
Frau.
Long: Das schönste ist das in Stuttgart jeder
willkommen ist und sich schnell heimisch fühlt. Daher habe ich auch
immer noch mein Herrenhaus dort stehen und freue mich über jeden
Aufenthalt.
Rosa: Was ist das Schöne an Eurem Heimatort, was stört oder fehlt?
Rosa: Habt Ihr eine schöne Geschichte für uns? Etwas, an was
Ihr Euch immer erinnern werdet?
Long: Es gibt viele Geschichten und Erinnerungen... Die
beste ist aber noch gar nicht mal so lange her. Es war meine eigene
Hochzeit in Konstanz, die für immer unvergesslich bleiben wird. Die
verantwortliche Diakonin Ricca_von_ibelin hatte sich dabei selbst
übertroffen und mehr als nur einen Lebenstraum erfüllt.
Rosa: Was gefällt Euch in Württemberg, was fehlt in
Württemberg?
Long: Das ist eine gute Frage, die man am besten mit
einer Gegenfragte beantworten kann. Was macht eurer Ansicht nach diese
Grafschaft aus? Meine Antwort darauf wäre die Bürger. Und meine
bisherigen Tätigkeiten für Württemberg zeigen wohl am besten wie ich zu
Ihnen stehe!