Montag, 1. September 2014

Florally aus Stuttgart

 Wieder haben wir eine Bürgerin gefunden, die sich unseren Fragen gestellt hat.

Johann: Wer und woher seid Ihr (Beruf, Familie, Wohnort, Alter wenn ihr wollt...)?

Florally: Ich bin Florally, lebe in Stuttgart und bin Schneiderin. Das Handwerk habe ich von meinem verstorbenen Vater gelernt. Meine Mutter lebt in Frankreich. Und so oft es geht, reise ich zu ihr. Was leider nicht sehr oft ist, denn zu reisen ist nicht nur sehr gefährlich, es ist auch sehr kostspielig. Meine Tante sieht hin und wieder nach dem Rechten bei mir.

Johann: Habt ihr immer schon dort gelebt, wo ihr jetzt lebt? Falls nein, wo habt ihr gelebt und warum seid ihr umgezogen?


Florally: Ich bin in Stuttgart geboren und hier möchte ich auch bleiben. Obwohl es einmal eine Zeit gegeben hat, in der ich ernsthaft überlegt habe, zu meiner Mutter nach Frankreich zu ziehen. Diese Idee habe ich aber wieder fallengelassen. Meine Heimat ist und bleibt Stuttgart. 
 
Johann: Wie verbringt Ihr Eure Zeit? 

Florally: Ich bin Schneiderin. Ich nähe viel, kümmere mich im Sommer um meinen Garten oder treffe mich mit lieben Menschen. 
 
Johann: Was ist das schöne an Eurem Heimatort, was stört oder fehlt? 

Florally: Heimat ist Heimat, das sagt ja alles. 
 
Johann: Habt ihr eine schöne Geschichte für uns? Etwas, an was ihr Euch immer erinnern werdet?

Florally: Eine schöne Gesichte? Die hab ich tatsächlich. Das Ereignis liegt schon Jahre zurück, doch werde ich es niemals vergessen. Damals nähte ich für eine Zwiefaltener Bürgerin die Wandteppiche für ihr Herrenhaus. Kaum fertig mit meiner Arbeit, kam der Tag, an dem man Rosen verschenken konnte. Ich hatte zuvor noch nie eine besessen. Eines Morgens lag eine Rose vor meiner Tür mit den Zeilen: 'Florally ohne Blume - geht gar nicht!' Die Dame aus Zwiefalten hat sie mir geschenkt. Meine Freude war riesengroß! 
 
Johann: Was gefällt Euch in Württemberg, was fehlt in Württemberg? 

Florally: Ich kann nichts Negatives gegen Württemberg sagen. Doch, ja, eines: Diese Hinrichtung damals vor einem Jahr - das war ja nur noch grauenhaft und absolut daneben! Ich hoffe, ein solch unwürdiges Trauerspiel bleibt uns künftig und für immer erspart! 

Vielen Dank, daß Ihr Euch die Zeit für unsere Fragen genommen habt.