Mittwoch, 16. September 2015

Der Schneider

Einer der handwerklichen Berufe, der gerne auch vom weiblichen Geschlecht ausgeübt wird, und das nicht zweitklassig! Die schönsten Hochzeitsroben kommen wohl aus weiblicher Hand, denn nur sie wissen um die gewisse Raffinesse.
So ist es wohl auch kein Wunder, dass sich ein weibliches tapferes Schneiderlein gefunden hat, um aus dem Nähkästchen zu plaudern. Und jenes steht in Stuttgart bei Florally im Rosenweg 2. Johann war mit ihr im Gespräch:

Schneiderei von Florally
Würdet Ihr meine Schneiderei betreten, würdet Ihr Euch über eine große Auswahl an Stoffen in den unterschiedlichsten Farben begeistern. Kleine und große Stoffballen sind zu finden, Wolle, Leder, das Handwerkszeug, das jeder Schneider braucht, wie Nadel, Schere, Schnittmuster. Auch eine Schneiderpuppe könntet Ihr sehen, die ich gern verwende, um Jacken oder Mäntel zu füttern oder um das zu nähende Teil schon mal im Groben anzupassen. Die Feinheiten kommen zuletzt am Kunden selbst. 

Zum Nähen benötige ich Wolle und Leder. Beides beziehe ich von einem Stuttgarter Schafzüchter, der mir bereits seit Jahren die beste Wolle und das feinste Leder liefert. 


Ich schneidere für Weiber:
Hüte
Damenhemden
Hosen
Kleider
Damenstrümpfe
Schuhe
Stiefel
Gürtel
Bustiere
Hauben
Schnabelschuhe

Für die Kerle schneidere ich:
Hüte
Herrenhemden
Westen
Hosen
Mäntel
Herrenstrümpfe
Schuhe
Stiefel
Gürtel
Umhänge
Kragen
Roben/Kutten
Schürzen
Kordeln
Kopftücher
Mützen
Schnabelschuhe

Auch die Seemänner bzw. Seefrauen kommen nicht zu kurz. Ich stelle kleine und große Segel her. Geflochtene Strohmatten für ein gemütliches Zuhause gibt es bei mir auch sowie Bettwäsche und Leinwände. Und für die entweder überaus Ängstlichen oder aber Hartgesottenen stelle ich diverse Schilde her.


Meine Kunden bzw. Kundinnen sind überall zu finden. Egal, ob Gärtner, Zimmermann, Metzgerin, Bäckerin, Gemüsehändler oder Landstreicher, wer Kleidung sucht, ist bei mir und meinen schneidernden Händen gut aufgehoben. 
 

Die Modelle


Für den alltäglichen Gebrauch würde ich für ein Weib Rock und Bluse, eventuell ein hübsches Tuch dazu vorschlagen, während für einen Kerl Hemd, Hose und ein passender Kragen gut passt. Die passende Kopfbedeckung nicht vergessen. 








Für den sonntäglichen Gebrauch, zu Feiertagen oder bei besonders feierlichen Gelegenheiten schlage ich meist ein hübsches Kleid vor, die dazupassende Haube und Schnabelschuhe. Für den Kerl eine Hose in einem etwas edleren Stoff, feines Hemd, dazu die passenden Schnabelschuhe, wobei Kerl ja eher zu bequemen Stiefeln greift. 






Mehrere Reisen führten mich nach Frankreich. Allein schon deshalb, um mich in Sachen Mode schlau zu machen. Zu meinem Bedauern musste ich allerdings feststellen, dass Kerl und Weib dort auch nicht wesentlich anders gekleidet ist als bei uns. Doch wird seit Jahren von einem bestimmten Atelier namens Atelier 'R&K' Paris-Mailand gemunkelt, das ganz besondere Modelle herstellt. 



Wie Ihr seht, für Kleidung ist im Reich bestens gesorgt. Und falls Ihr selbst oder Eure Kollegin denn einmal neue Kleidung benötigen solltet, in meiner Schneiderei seid Ihr jeder Zeit herzlich willkommen. 

Den Hinweis auf die Garderobe nimmt die Redaktion dankend entgegen. Unsere Rosa braucht einen neuen Hut und Johann hat den Hosenboden schon blank. Herzlichen Dank! Mögen Eure Hände immer so flink und begnadet bleiben!