Die Armee führt in unserer schönen Provinz fast ein Schattendasein, und hört man so manchen Wirtshausbesucher, genießt sie auch nicht den allerbesten Ruf. Man höre und sehe nicht viel von ihr, sie koste Geld, wir bräuchten sie nicht.
Eine dumme Einstellung. Württemberg ist in der glücklichen Lage, strategisch günstig von befreundeten Provinzen umringt und dadurch geschützt zu sein. Mögliche Feinde kommen so erst gar nicht bis zu uns, was uns ein friedliches Leben beschert. Darauf könnten wir uns eigentlich ausruhen und die Arbeit der Verteidigung der Grenzen unseren Nachbarn überlassen. Aber eine gute Nachbarschaft macht aus, daß man sich im Notfall hilft. Wenn unsere Armee die Nachbargrenzen schützt, die freie Fahrt auf dem Rhein erstreitet, dann ist das auch in württembergischem Interesse.
In die Armee kann jeder Württemberger eintreten, der einen einwandfreien Leumund hat. Die Armee bietet neben einer guten Ausbildung und Karrieremöglichkeiten noch einige Vergünstigungen für die Soldaten. Erste Anlaufstelle für neue Rekruten ist die Rekrutierungs- und Informationsstube in den Württemberger Weinstuben. Besteht der Rekrut die Grundausbildung, wird er als Soldat Württembergs vereidigt und darf stolz die Württemberger Uniform tragen. Auf die Soldaten warten aber nicht nur Ruhm und Ehre, auch für Kurzweil und Geselligkeit ist gesorgt. Neben einem Lazarett und diversen Trainingsarealen betreibt die Armee im weitläufigen Württemberger Schloß auch eine eigene Taverne.
